Mexiko

UXMAL


16. Apr 2016 in Mexiko

In Uxmal dominiert die 35 m hohe Adivino-Pyramide, die auch Pyramide des Zauberers genannt wird, die Ruinenstätte der Maya. Einzigartig sind die rundlichen Ecken der imposanten Pyramide, die im Laufe der Zeit mehrmals überbaut wurde und so zu ihrer imposanten Größe gekommen ist.

Die Busfahrt von Chichén Itzá nach Uxmal war eine lange und anstrengende Fahrt. Zunächst geht es von Chichén Itzá nach Mérida, wo wir nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen und keine Zeit eingeplant haben die Stadt zu besichtigen.

Wir buchen am Busterminal direkt den nächsten Bus nach Uxmal und haben dadurch einen Aufenthalt von zwei Stunden. Wir nutzen die Zeit, um in einem kleinen Restaurant ein Mittagsessen zu uns zu nehmen. Danach geht es wieder in einen Bus, für die weitere Fahrt nach Uxmal.

Uxmal Lichtshow am Abend

Das beleuchtete Schild am Eingang weist uns den Weg

Durch die umständlichen Busfahrten sind wir erst am späten Nachmittag in Uxmal angekommen. Das war genau zur rechten Zeit, um die Lichtshow in Uxmal zu besuchen. Von unserem Hotel konnten wir zu Fuß zu den Ruinen laufen, wo sich am Eingang bereits eine Schlange gebildet hat.

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Die Pyramide des Zauberers ragt unheimlich in den Himmel

Nach einer kurzen Wartezeit und dem Bezahlten des Eintritts ging es mit Taschenlampen bewaffnet zum Nonnenviereck (Cuadrángulo de las Monjas), wo jeden Abend eine Licht- und Klangshow stattfindet. Im Nonnenviereck waren auf einer ebenen Fläche ausreichend Klappstühle aufgebaut, von wo aus wir die Lichtshow anschauen konnten.

Das Nonnenkloster im Schein der bunten Lichter

Dann geht die Licht- und Klangshow los


Bunt beleuchtete Maya Ruinen in Uxmal

Nach und nach werden dabei unterschiedliche Gebäude beleuchtet


Uxmal Licht und Klangshow am Abend

Gleichzeitig erzählt ein Sprecher die Geschichte der Maya

Während der Licht- und Klangshow in Uxmal werden die Gebäude der Maya Stätte nacheinander in verschiedenen Farben angestrahlt. Gleichzeitig wir eine Geschichte dazu erzählt. Wir verstehen leider kein Spanisch, sodass wir den Erzählungen nicht folgen konnten. Trotzdem war es für uns ein wunderbares Erlebnis, die Atmosphäre der Nachtshow in Uxmal zu erleben.

Am folgenden Morgen sind wir im Anschluss an unser Frühstück ein weiteres Mal in Uxmal gewesen, um uns diesmal die Maya Ruinen bei Tageslicht anzuschauen. Direkt hinter dem Eingang führt der Weg direkt auf das imposanteste Gebäude der Anlage zu, der Pyramide des Zauberers.

Die Pyramide des Zauberers vom Eingang Uxmals aus gesehen

Majestätisch ragt die Pyramide des Zauberers vor uns in den Himmel

Im Gegensatz zu den Stufenpyramiden in anderen Maya Stätten, ist die Pyramide des Zauberers mit runden Seiten versehen. Wegen ihrer sonderlichen Form und der enormen Höhe von 35 Metern ist die Pyramide ganz klar das bedeutendste Gebäude in Uxmal.

Adivino Pyramide in der Mayastätte Uxmal

Die gut erhaltenen Stufenpyramide besticht durch die abgerundeten Ecken


Pyramide des Zauberers in Uxmal

Im hinteren Teil ist der Aufgang in deutlich schlechterem Zustand

Wir halten uns wie am Vortag rechts und landen wieder im Nonnenviereck. Wie der Name bereits aussagt, ist dieser Gebäudekomplex als Viereck um eine freie Fläche angeordnet. Die Gebäude des Nonnenklosters sind teilweise in sehr gutem Zustand und viele Figuren an den Wänden in fein ausgearbeitet und mit wunderschönen Mosaiken versehen.

Pyramide des Zauberers vom Nonnenkloster aus gesehen

Weiter geht es mit der großen Pyramide in Sichtweite


Nonnenviereck in Uxmal, oder auch Nonnenkloster genannt

Das Nonnenviereck umringt einen großen freien Platz


Steinmosaik in Uxmal mit einer Figur

Eins der gut erhaltenen Mosaike aus Stein in Uxmal

Von dort geht es durch einen kleinen Durchgang weiter zum Ballspielplatz. Hier haben die Mayas sich zu Ballspielen versammelt. Unklar ist der genaue Ablauf dieser Spiele. Als sicher scheint, dass der Ball den Boden nicht berühren durfte. In Uxmal befinden sich an beiden Seiten des Ballspielplatzes Ringe, durch die der Ball befördert werden musste.

Ballspielplatz (Juego de Pelota) in Uxmal

Auch in Uxmal befindet sich ein Ballspielplatz


Ring am Juego de Pelota in Uxmal

Ein gut erhaltener Ring auf dem Ballspielplatz


Ausblick über die Maya Ruinen in Uxmal mit dem Ballspielplatz, dem Nonnenkloster und der Pyramide

Der Ballspielplatz mit dem Nonnenkloster und der Pyramide des Zaubereres im Hintergrund

Neben den Ruinen der Mayas gibt es in Uxmal zahlreiche tierische Bewohner zu bestaunen. Die von der Sonne aufgewärmten Steine sind der bevorzugte Platz der Schwarzleguane. Während wir in Chichén Itzá nur vereinzelt auf Leguane getroffen sind, tummel sich die Tiere in Uxmal hinter jeder Ecke.

Schwarzleguan auf einem Felsen in Uxmal

Gemeiner Schwarzleguan auf einem Felsen


Gemeiner Schwarzleguan in den Ruinen von Uxmal

In Uxmal treffen wir besonders viele Leguane in den Maya Ruinen

In den Morgenstunden bewegen sich die Tiere mit trägen Bewegungen durch die Ruinen, können aber durchaus lebhafter werden, wenn beispielsweise ein Artgenosse in ein fremdes Territorium eingedrungen ist. Der Eindringling wird in solchen Fällen in einem erbitterten Kampf verjagt.

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Weitere urige Maya Ruinen sind in Uxmals Djungel verstreut

Bevor wir die Anlage wieder verlassen haben, sind wir als letztes auf den Gouverneurspalast gestiegen. Von dem erhöht liegenden Gouverneurspalast haben wir nochmal einen schönen Blick über die ganzen Maya Ruinen. Besonders die Pyramide des Zauberers kommt von hier gut zur Geltung, da dieser Aufgrund ihrer enormen Größe alle anderen Bauten überragt.

Der Gouverneurspalast (Palacio del Gobernador) von Uxmal

Vom Gouverneurspalast haben wir wieder eine herrliche Aussicht über Uxmal


Das Schildkroetenhaus heißt auf Spanisch Casa de las Tortugas

Das Schildkroetenhaus vom Gouverneurspalast aus gesehen

Wegen der langen Anfahrtswege fanden wir Uxmal im Nachhinein eher als Last in unserer Planung. Dabei war die Anlage ansich durchaus sehenswert und angenehm zu besichtigen, da in Uxmal im Vergleich zu Chichén Itzá deutlich wenig los war. Wir hatten bei unserem morgendlichen Besuch beinahe das Gefühl alleine durch die Ruinen zu streifen. Der weitere Weg nach Tulum mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat uns jedoch fast einen ganzen Tag geraubt, in dem wir viel Zeit in Bussen oder an Busbahnhöfen verbracht haben.

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