Namibia

SOSSUSVLEI


5. Okt 2016 in Namibia

Mit seinen hohen Sanddünen ist das Sossusvlei eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Namibia. Besonders in den Morgen- und Abendstunden sorgt die tief stehende Sonne für ein kontrastreiches Bildnis, wenn die Schatten der Dünen am längsten sind.

Früh am Morgen steigt die Sonne hinter dem Horizont empor und bringt die Dünen des Sossusvlei zum Glühen. Jetzt ist die beste Zeit des Tages die Dünen zu erklimmen, bevor die Hitze des Tages das Unterfangen zur Tortur macht. Denn die Besteigung einer Sanddüne ist auch ohne die hohen Temperaturen mit vielen Anstrengungen verbunden. Bei jedem Schritt versinken unsere Schuhe im tiefen Sand und wir rutschen wieder einen halben Schritt des Hangs hinab. So geht es Schritt für Schritt die Düne hinauf.

Es geht dabei um die Besteigung der 170 Meter hohen Düne 45 im Sossusvlei. Den Namen hat die Düne bekommen, da sie 45 Kilometer hinter den Toren des Nationalparks liegt. Die Lage der Düne direkt an der Einfahrtsstraße zum Sossusvlei macht dieser Düne zu einem günstigen Spot, um eine Düne zu besteigen.

Der Blick nach Hinten macht deutlich, dass von den zurückzulegenden Höhenmetern noch nicht viele geschafft sind. Trotzdem sind die ersten Spuren, die wir im Sand der Düne zurückgelassen haben, nur noch als keine Punkte zu erkennen. Wir haben uns ein klares Ziel für die Besteigung der Düne gefasst: Wir wollen den Punkt der Düne erreichen, an dem der Dünenkamm noch intakt ist und keine Spuren von anderen Menschen aufweist.

Düne 45 | Anfahrt zum Parkplatz vor der Düne

Düne 45 | Anfahrt zum Parkplatz vor der Düne


Düne 45 | Blick auf die zurückgelegte Wegstrecke

Düne 45 | Blick auf die zurückgelegte Wegstrecke

An dem höchsten Punkt der Düne angekommen, wurden wir mit einem traumhaften Ausblick über das Dünenmeer der Namib belohnt. Das Licht der tief stehenden Sonne lässt den Schatten der Dünen scharfe Konturen zeichnen und den Sand in den unterschiedlichsten Orangetönen erstrahlen. Es sind jetzt nur noch wenige Schritte bis unser Ziel erreicht ist und wir an dem noch unberührten Ende des Dünenkamms ankommen.

Wir sind mittlerweile alleine auf der Düne und genießen die Ruhe, in Verbindung mit dem unbeschreiblichen Ausblick, eine Weile. Dann geht es an den Abstieg. Dieser geht am schnellsten, wenn man die steile Flanke der Düne in großen Sätzen hinunterspringt. Das macht einen Heidenspaß, sorgt aber für einen kleinen Sandkasten in den Schuhen. Auch in den folgenden Tagen finden wir in unseren Hosentaschen Reste von dem feinen Sand.

Düne 45 | Unberührter Dünenkamm

Düne 45 | Unberührter Dünenkamm


Düne 45 | Unsere Spuren auf der Düne

Düne 45 | Unsere Spuren auf der Düne


Düne 45 | Blick auf die umliegenden Dünen

Düne 45 | Blick auf die umliegenden Dünen

Die Dünen waren bereits ein großes Highlight für uns, bekannt ist das Sossusvlei allerdings vor allem für die Salz-Ton-Pfannen am Ende des Tsauchab Flusses. Im Laufe der Zeit wurde ein Teil des Flusses durch die wandernden Dünen abgetrennt und die dort wachsenden Akazienbäume sind, wegen des versiegenden Wassers, ausgedorrt. Den Reiz des Deadvlei machen heute die abgestorbenen Bäume aus, die wie Skelette auf der Ebene verteilt stehen und bizarre Skulpturen bilden.

Deadvlei | Salz-Ton-Pfanne mit Dünen im Hintergrund

Deadvlei | Salz-Ton-Pfanne mit Dünen im Hintergrund


Deadvlei | Vereinzelnd stehende Bäume

Deadvlei | Vereinzelnd stehende Bäume


Deadvlei | Baumpaar bildet einen Torbogen

Deadvlei | Baumpaar bildet einen Torbogen


Deadvlei | Baum mit Düne im Hintergrund

Deadvlei | Baum mit Düne im Hintergrund


Deadvlei | Abgestorbene Bäume im Deadvlei

Deadvlei | Abgestorbene Bäume im Deadvlei

Die Straße zum Sossusvlei ist asphaltiert und in sehr gutem Zustand. Ausschließlich die letzten 5 Kilometer vor dem Sossusvlei sind eine reine Sandpiste und nur mit einem Geländewagen zu befahren. Wer mit einem normalen PKW anreist, kann den bereitstehenden Shuttle-Service nutzen, um zum Deadvlei zu kommen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und unseren Toyota Hilux auf seine Geländegängigkeit getestet.

Der kurze Abschnitt liegt größtenteils in tiefen Sand. Einige Bereiche sind dabei zu tiefen Kuhlen ausgefahren und müssen schnell durchfahren werden, wenn man nicht stecken bleiben will. Für ungeübte Fahrer, wie wir es sind, ist auf dieser Strecke die höchste Konzentration erforderlich. Es ist schwer die richtige Balance bei der Geschwindigkeit zu finden. Oft haben wir gedacht wir sind zu schnell unterwegs, aber in jedem längeren Abschnitt mit tiefem Sand merkt man als Fahrer sofort, dass die Geschwindigkeit notwendig ist. Das Auto wird dabei ordentlich durchgeschüttelt und es zeigt sich, wie stabil die Gläser im Kühlschrank sind. Die Gläser sind bei uns, wie durch ein Wunder, alle heile geblieben. Durch die ständigen Vibrationen haben sich allerdings einige Schraubverschlüsse losgedreht. Das war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung und ein großer Spaß!

Sossusvlei | Springböcke

Sossusvlei | Springböcke


Sossusvlei | Oryxantilope

Sossusvlei | Oryxantilope


Sossusvlei | Oryxantilope

Sossusvlei | Oryxantilope


Sossusvlei | Campingplatz Sossus Oasis

Sossusvlei | Campingplatz Sossus Oasis


Sossusvlei | Heißluftballons steigen den Wolken entgegen

Sossusvlei | Heißluftballons steigen den Wolken entgegen

Wir haben zwei Nächte auf dem Sossus Oasis Campingplatz in Sesriem verbracht. Das war nicht unsere erste Wahl als Unterkunft. Wir hätten lieber direkt im Nationalpark übernachtet. Das hätte uns erlaubt eine Stunde früher in den Nationalpark zu fahren und dort den Sonnenauf- und Untergang zu erleben. Als Alternative können wir den Sossus Oasis Campingplatz uneingeschränkt empfehlen.

Der Campingplatz ist in einem ordentlichen Zustand und alles sieht sehr neu aus. Jeder der Stellplätze besteht aus einer kleinen Kabine mit WC und Dusche. Davor liegt eine überdachte Terrasse, die auch für größere Gruppen ausreichend groß ist. Für eine schnelle Erfrischung liegt ein kleiner Pool zentral zwischen den Stellplätzen.



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