Südafrika

STELLENBOSCH


18. Okt 2018 in Südafrika

Inmitten der Weinregion Südafrikas liegt das quirlige Stellenbosch, in dem es sich lohnt in das Nachtleben von Afrika einzutauchen. Die vielen Bars und Restaurants entlang der Hauptstraße sind wegen der örtlichen Universität meist gut besucht und sorgen für eine belebte Innenstadt.

Die Anreise nach Stellenbosch hat uns in den Wahnsinn getrieben. Bei der Buchung habe ich gedacht, dass ein Navi mit 15 € pro Tag unnötig teuer ist und wir mit Sicherheit auch mit einer Karte auskommen. Gut, eine Karte haben wir auch nicht gekauft, aber wenigstens den Stadtbereich von Stellenbosch von Google Maps ausgedruckt. Das führte dazu, dass wir zunächst an einer Kreuzung falsch abgebogen sind, weil Stellenbosch in zwei Richtungen ausgeschildert war. Nach kurzer Zeit haben wir den Fehler bemerkt und sind umgedreht.

Schlimmer ist es dann in Stellenbosch selbst gewesen. Die Straßen sind hier sehr eng und es muss ungemein aufgepasst werden, dass man nicht samt Auto in den tiefen Abwasserrinnen versinkt. Die Rinnen verlaufen direkt neben der Straße und sind nicht durch einen extra Rinnstein von der Straße abgegrenzt, es geht daher direkt neben der Straße 50 Zentimeter nach unten.

Nach den Verkehrstechnischen Problemen sind wir in einer lebendigen und quirligen Stadt angekommen. Die ansässige Universität ist dem Publikum direkt anzumerken, da hier ein reger Betrieb in den Lokalen herrscht und viele junge Leute unterwegs sind. Wir haben uns in den Straßen von Stellenbosch viel wohler gefühlt, als in den vergleichsweise leeren Straßen von Kapstadt.

Die engen Straßen von Stellenbosch

Die engen Straßen von Stellenbosch


Typischer Charakter von Stellenbosch

Typischer Charakter von Stellenbosch

Neben der geschäftigen Innenstadt ist Stellenbosch hauptsächlich für die umliegenden Weingüter bekannt. Viele der Weingüter präsentieren ihr Weingut mit einem entsprechenden Ambiente. Oft stehen wir zunächst vor einem großen Eingangstor, an dem die Sicherheitsleute das Kennzeichen des Autos und die Namen der Insassen aufnehmen. Davon sollte sich niemand abschrecken lassen. Auch ein Besuch ohne Reservierungen oder die Absicht Wein zu kaufen ist ohne weiteres möglich. Wir haben uns schnell daran gewöhnt und überall eine Weinprobe als Grund genannt. Es hat aber niemanden gestört, wenn wir wenige Minuten später wieder herausgefahren sind.

Einfahrt zum Weingut Delaire Graff

Einfahrt zum Weingut Delaire Graff


Gartenanlage eines südafrikanischen Weinguts

Gartenanlage eines südafrikanischen Weinguts


Delaire Graff bietet eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge

Delaire Graff bietet eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge

Hinter dem Eingangstor warten die Weingüter mit imposanten Einfahrten auf, die so mancher Gartenausstellung Konkurrenz machen könnten. Bei dem Weingut Delaire Graff war die Einfahrt beispielsweise als Allee mit Bäumen gestaltet, die zwischen den Bäumen zusätzlich mit blühenden Büschen versehen war. Zusätzlich zu den schönen Gartenanlagen liegen viele der Weingüter an schönen Hängen mit einem atemberaubenden Ausblick auf die umliegenden Berge.

Weinreben im Sonnenlicht

Weinreben im Sonnenlicht


Delheim Winzerei in der Nähe von Stellenbosch

Delheim Winzerei in der Nähe von Stellenbosch


Auch Delheim bietet eine schöne Aussicht

Auch Delheim bietet eine schöne Aussicht


Kurvige Linien auf dem Weinberg von Tokara

Kurvige Linien auf dem Weinberg von Tokara

An dem letzten Weingut des Tages haben wir die wohlverdiente Weinprobe gemacht. Insgesamt ist es ungünstig die Region um Stellenbosch mit dem Auto zu erkunden, weil einem das die Möglichkeit nimmt tagsüber eine Weinprobe zu machen. Wir haben auf der Terrasse des Tokara Weinguts verschiedene Weine probiert, während wir die letzten Sonnenstrahlen der tief stehenden Sonne genossen haben. Da wir beide keine großen Weintrinker sind, haben wir im Anschluss an die Verköstigung keine Weinflasche gekauft.

Betty’s Bay


Die kleine Küstenstadt zieht vornehmlich Besucher an, die am Stony Point Nature Reserve die dort lebenden Brillenpinguine sehen wollen. Die Pinguinkolonie befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Walfangstation. Dadurch sehen wir einige der alten Ruinen, die mittlerweile von den hiesigen Kapscharben, einer Unterart der Kormorane, in Besitz genommen wurden.

Ruinen der ehemaligen Walfangstation von Betty’s Bay

Ruinen der ehemaligen Walfangstation von Betty’s Bay

Hauptsächlich sind wir jedoch wegen der Brillenpinguine hier. Die Pinguine machen zur dieser Tageszeit einen verschlafenen Eindruck und haben es sich auf den Felsen nahe dem Wasser bequem gemacht. Im direkten Vergleich mit Simons Town hat Betty’s Bay das klare Nachsehen. Der Boulders Beach bietet eine deutlich schönere Kulisse für die Pinguine. Trotzdem ist das Stony Point Nature Reserve ideal für einen kurzen Zwischenstopp, um sich die Beine von der langen Fahrt zu vertreten.

Gruppe von Brillenpinguinen auf einem Felsen

Gruppe von Brillenpinguinen auf einem Felsen


Brillenpinguin in Betty’s Bay

Brillenpinguin in Betty’s Bay


Pinguine an der Küste von Betty’s Bay

Pinguine an der Küste von Betty’s Bay


Pinguine zusammen mit einem Kormoran

Pinguine zusammen mit einem Kormoran

Wer ein Auge für kleinere Tiere hat, der bekommt in Betty’s Bay viel zu sehen. Neben den Kapscharben und den Brillenpinguinen sind auf den aufgewärmten Felsen viele Kriechtiere zu entdecken. Besonders fasziniert hat uns die Southern Rock Agame, die sich durch ihren blauen Kopf eindrucksvoll von der Umgebung abhebt. Zudem können wir einige Eidechsen zwischen den Steinen ausmachen.

Southern Rock Agame mit blauer Kopfpartie

Southern Rock Agame mit blauer Kopfpartie


Eidechse schaut hinter einem Felsen hervor

Eidechse schaut hinter einem Felsen hervor


Gürtelechse auf einem Felsen

Gürtelechse auf einem Felsen

ch war wiedermal besonders fasziniert von den Klippschliefern. Von der Holzkonstruktion hören wir mit einem Male ein grelles Fiepen, können aber nicht sofort die Ursache der Laute ausmachen. Ein ausgewachsener Klippschliefer sitzt zwar unter dem Holzsteg, aber scheint nicht der Verursacher zu sein. Aber dann sehen wir auf einmal zwei Baby-Klippschliefer aus einer Höhle hervorkommen. Die kleinen Wollknäule fiepsen dabei vor lauter Aufregung. Unter den wachsamen Blicken der Mutter trauen sie sich nach und nach ganz aus dem Versteck hinaus.

Baby Klippschliefer zwischen den Felsen

Baby Klippschliefer zwischen den Felsen


Klippschliefer Nachwuch auf den Steinen

Klippschliefer Nachwuch auf den Steinen


Klippschliefer ruht sich in der Sonne aus

Klippschliefer ruht sich in der Sonne aus


Klippschliefer in der Nahaufnahme

Klippschliefer in der Nahaufnahme

Vom Parkplatz aus machen wir zum Abschluss einen Spaziergang die Küste entlang. Wer viel Zeit mitbringt, der kann hier ausgiebige Wanderungen unternehmen. Wir sind hingegen nur ein kurzes Stück die Küste entlang gewandert und dann wieder umgedreht. Durch die skurrilen Formen der Felsen und die dahinterliegenden Berge ergeben sich herrliche Ausblicke auf die raue Küstenlandschaft.

Wanderweg entlang der Küste von Betty’s Bay

Wanderweg entlang der Küste von Betty’s Bay


Felsen entlang der rauen Küste

Felsen entlang der rauen Küste

Von Betty’s Bay führt uns der Weg weitere 50 Kilometer über die Straßen R44 und R43 entlang der malerischen Küste. Unsere nächste Station ist Hermanus, wo wir darauf hoffen nach den Meeresvögeln endlich richtige Meeresbewohner zu sehen. Hermanus als einer der besten Spots der Welt bekannt, um Wale von der Küste aus zu beobachten.

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